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Förderturm Grube Grimberg

Die Grube Grimberg in Wilnsdorf-Niederdielfen wurde im 17. Jh. erstmals erwähnt. Das 1995 errichtete Fördergerüst stammt von der Grube Lüderich nahe Sensberg und entspricht dem typischen Siegerländer Baustil früherer Zeit. Das Schachtgebäude gibt Einblicke in die Arbeitswelt der Bergleute zu Beginn des 20. Jhs. Gezeigt werden Stechuhr, Waschkaue und Markenkontrolle sowie die Arbeitsschritte unter Tage anhand zeitgenössischer Werkzeuge und Fotografien. Durch Panzerglas kann man bis in etwa 68 m Tiefe blicken.

104 Jahre lang waren hier Spateisenstein sowie Blei- und Kupfererz aus einer Tiefe von bis zu 900 Metern ans Tageslicht gefördert worden. Wie alle Anlagen im Siegerland, wurde auch der Förderturm in Niederdielfen nach der Stilllegung der Grube 1911 abgebrochen. Der Schacht ist ca. 680 m tief und weitgehend mit Wasser überflutet. Noch lange war die Erinnerung an die Zeit des Bergbaus in der Bevölkerung präsent, greifbar war sie jedoch nicht mehr. 1995 kam aus dem Bergischen Land die Nachricht, dass der Förderturm des Julienschachtes in Bergisch Gladbach zum Verkauf stand - ein Glücksfall für Niederdielfen, denn der Turm war gut erhalten und typisch für die Fördertürme des Siegerlandes. Die Wilnsdorfer Gemeindeverwaltung und der Förderverein Museum Wilnsdorf retteten den Turm mit dem umgebenden Schachtgebäude, der sogenannten Hängebank. Dort wurde ein kleines Museum eingerichtet, das die über 100-jährige Bergbaugeschichte der Grube Grimberg dokumentiert.

Das Obergeschoss ist dem Markscheider und seiner Arbeit gewidmet. Die Markscheidekunst dient der ober- und unterirdischen Vermessung im Bergbau. Gezeigt werden neben historischen Instrumenten auch Gruben- und Situationsrisse. Dokumentiert ist auch die Geschichte der Grube Grimberg, die von 1807 bis 1911 in Betrieb war - Wilnsdorf hatte allein 8 Gruben mit Fördertürmen.

Viele hundert Jahre lang gruben Bergleute in den Tiefen der Berge. So begegneten einige von ihnen auch den unterirdischen Wesen, die dort hausten. Die Sagen erzählen von hilfreichen Geistern, freundlichen Heinzelmännchen und Feen, aber auch von bösartigen Zwergen. Und natürlich von verborgenen Schätzen!

Besichtigungstermine: Besichtigung des Förderturms von außen jederzeit möglich. Die Ausstellung kann von April bis einschließlich Oktober jeden 2. Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden, Führungen sind jederzeit nach telefonischer Anmeldung möglich. Eintritt: 1,- Euro

Kontakt: über das Museum Wilnsclorf, Rathausstr. 9, 57234 Wilnsdorf, Tel.: 0 27 39 - 8 02-2 11

Die Förderturm Grube Grimberg finden Sie an der Grimbergstraße ca. 600m unterhalb der "Eremitage". Er wird vom >Verein für Siegerländer Bergbau betreut und ist eine Außenstelle des >Museum Wilnsdorf. Außerdem ist die Bergbauausstellung im Förderturm der Grube Grimberg ein Erlebnisort an der >Eisenstraße Südwestfalen

Anreise:

Öffnungszeiten

Sonntag 14:00 - 17:00 Uhr Jeden 2. Sonntag im Monat geöffnet

Adresse

Bergbauausstellung Förderturm Grube Grimberg
Grimbergstraße
57234 Wilnsdorf - Niederdielfen
Telefon Museum Wilnsdorf: 02739/ 802211
Fax 02739/ 802250
museum@wilnsdorf.de
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