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Stahlbergmuseum Müsen

Unter den zahlreichen Gruben im nördlichen Siegerland wurde neben den Gruben Brüche, Wildermann, Altenberg, Heinrichssegen und Viktoria die Grube Stahlberg wegen ihres mächtigen Eisenerzganges besonders bekannt. Seit dem 14. Jh. bot der Stahlberg nahezu ohne Unterbrechung einen Arbeitsplatz für Generationen von Bergleuten. Als zeitweise größte Grube der Region waren auch viele Handwerker und Fuhrleute beschäftigt.

Die umliegenden Hüttenwerke wurden noch bis 1931 mit hochwertigen Eisenerzen, wie dem berühmten "Müsener Grund" und große Mengen Bleiglanz, Zinkblende sowie Kupferkies und Fahlerz versorgt.

Stahlbergmuseum
Im Dezember 1924 das kleine, schmucke Museum von Hermann Fuhr, dem letzten Direktor der Grube Stahlberg, gegründet. Es befindet sich im so genannten „Verläs“, in dem die Bergleute im 19. Jh. vor Beginn ihrer Arbeit ein Gebet sprachen. Hier wurden vor Schichtbeginn auch die Namen der Bergleute verlesen, um deren Anwesenheit zu überprüfen. Seine Bedeutung verlor das Bethaus um 1908, als die Bergleute nicht mehr durch den Stollen zur Schicht einfuhren, sondern durch den oberhalb von Müsen gelegenen Maschinenschacht zu ihren unterirdischen Arbeitsplätzen gelangten. Im Museum werden unterschiedlichste Exponate und Dokumente des Müsener Bergbaus gezeigt. Darunter historische Original-Grubenrisse, eine Sammlung Siegerländer Mineralien sowie Werkzeuge und Gerätschaften der einstigen Bergleute und Ingenieure sowie ein umfangreiches Archiv. 2013 feierte die Grube Stahlberg ihr 700-jähriges Jubiläum.

Besucherbergwerk
Besonders spannend ist der Weg unter Tage in den "Stahlberger Erbstollen", auch „Tiefer Müsener Stollen“ genannt. Wenige Schritte vom Bethaus entfernt liegt der Eingang, das Stollenmundloch. Der Stollen kann auf einer Länge von 380m begangen werden. Er wurde zwischen 1740 und 1780 erbaut, hatte eine Länge von 1144,5 m und wurde ursprünglich als Wasserableitungsstollen gebaut. Ab 1825 wurde er weiter ausgebaut und seit 1832 auch zur Förderung von Erz genutzt. Er war bis 1875 der tiefste Stollen des Stahlberges. Bei Stollenmeter 320 berührt der Erbstollen ein Sandsteinlager, das teilweise abgebaut wurde. Die dort gewonnenen Steine wurden zur Ausmauerung des Stollens und auch beim Bau von Hochöfen in Müsen und Umgebung als sog. Gestellsteine verwendet. Die Besucher erhalten einen Einblick in die Technik des Stollenbaus; außerdem werden verschiedene Geräte zum Abbau von Erz präsentiert. Eine besondere und im Siegerland einmalige Attraktion ist der Nachbau eines Wasserrades, das mit dem Aufschlagwasser aus der Rösche angetrieben wird.

Öffnungszeiten
März bis November jeden 2. Sonntag im Monat von 14.30 bis 16.30 Uhr, in den Sommerferien (NRW) jeden Sonntag sowie für Gruppen nach Vereinbarung. Kontakt: Tel. 02733 - 60264 oder 891289 (Verein Altenberg & Stahlberg)

Tipp
Ein Abstecher zur >Mittelalterlichen Bergbausiedlung Altenberg und zu den ehemaligen Abraumhalden der verschiedenen Grüben im einstigen Müsener Revier lohnt sich. Der >Kindelsbergpfad führt an einigen Gruben und schönen Landmarken vorbei.

Das Stahlbergmuseum ist ein Erlebnisort der >Eisenstraße Südwestfalen und eine Sehenwürdigkeit von www.wassereisenland.de

Fotos: Stadt Hilchenbach, Mathias Göbel, Katrin Stein, Volker Speckenwirt

Anreise:

Öffnungszeiten

frei zugänglich / immer geöffnet

Adresse

Stahlbergmuseum Müsen
Auf der Stollenhalde 4
57271 Hilchenbach - Müsen
Telefon 02733/60264 in dringenden Fällen 01704114260
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Besucherservice

Franz der Dachs als Markscheider

Ich bin es: der Franz! Auch wenn ihr mich nicht direkt auf den ersten Blick erkennen könnt. Sehe ich nicht schick aus? Diese ollen Klamotten habe ich in einer der hintersten Kammern unseres Dachsbaus gefunden. Von Großvater Dachs weiß ich, dass es sich hierbei um eine Markscheider-Tracht handelt, die mein Urgroßvater irgendwo gefunden oder geklaut und dort versteckt hat.

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Franz der Dachs als Bergmann

Hey ho, hey ho… ich bin der achte Zwerg! Nein, ich bin jetzt nicht völlig durchgedachst. Ihr wisst wohl nur nicht, was Zwerge mit Bergbau zu haben. Das bin ich nämlich, ein Bergmann und genau das waren Zwerge auch: Bergmänner, die in Stollen nach Erzen und sogar Silber gegraben haben.

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